Leinwand VorlagenIn der Malerei gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Vorlagen auf die Leinwand zu übertragen: Freihand, mithilfe eines Rasters oder eines Projektors. Dabei ist die Wahl des Skizzenmaterials wichtig, da der Bleistift später unangenehm aus dem Untergrund durchscheint. Bei dem Freihand-Skizzieren von der kleinen Vorlage auf die große Leinwand muss der Künstler sehr diszipliniert vorgehen, damit die Proportionen erhalten bleiben.
Tipp: In einem Bildbearbeitungsprogramm wird die Vorlage in DIN A4 große Bildausschnitte unterteilt, so dass sie aneinandergefügt so groß wie die Leinwand sind. Die Ausschnitte werden einzeln ausgedruckt, aneinander geklebt und von hinten mit Kohle anschraffiert. Schließlich werden die wichtigsten Bildelemente nur noch mit einem spitzen Stift auf die Leinwand durchgedrückt. Komfortabel und ein großer Zeitgewinn ist es, Projektoren zu verwenden. Das projizierte Bild kannst du dann im Halbdunkel abzeichnen. Mit dem Paxiscope (Episcope) und Beamer kannst du farbige Vorlagen auf der Leinwand abbilden. In das Paxiscope (Episcope) werden farbige Papiervorlagen eingelegt. Die Vorlagengröße ist auf die Auflagenfläche begrenzt. Je nach Leinwandgröße ist es sinnvoll kleine Vorlagen (Postkartengröße) einzulegen, damit die Leinwand nicht zu weit entfernt (kleinere Projektionsstärke und Unschärfen) aber auch nicht zu nah (Verzerrungen im äußeren Bildbereich) aufgestellt werden muss. Der Beamer projiziert Bilddateien und wird am Computer angeschlossen. Die Vorlagen sollten in einer ausreichenden Bildgröße vorliegen, damit auf der Leinwand nicht nur Farbpixel abgebildet werden. Der Kauf eines Bildprojektors lohnt sich für den ambitionierten Maler auf jeden Fall. Auch einen Diaprojektor oder Overheadprojektor kannst du zum Aufprojizieren verwenden. Es ist natürlich umständlich, die Vorlage erst als Dia zu duplizieren bzw. als Linienzeichnung auf der Folie abzubilden. Ein Lichtpult ist nützlich, um eine Linienzeichnung von einem Foto zu erstellen |
|
|