Die Farbe ist das Gestaltungsmittel der Malerei und ohne sie wäre Kunst kaum denkbar.
Im folgenden wird die Farbe leicht verständlich in ihren unterschiedliche Bedeutungen erläutert.
Farbe als Gestaltungsmittel, Inhalt:
Nach internationalen Definition ist Farbe der Sinneseindruck des Auges.
Das menschliche Auge nimmt Farben anhand von drei Eigenschaften wahr: Farbton, Sättigung und Helligkeit (HSV: Hue (Farbton), Saturation (Farbsättigung) und Value (Tonwerte)). Durch die Linse tritt das Licht ein und wird auf dem Kopf auf die Netzhaut projiziert und von dort befindlichen Rezeptoren den Stäbchen und Zapfen wahrgenommen. Die Stäbchen sind für das Erkennen der Hell-Dunkelabstufungen (Helligkeit) und die Zapfen für die Farben (Farbton). Es gibt drei Zapfenarten zum Wahrnehmen roter, grüner und blauer Farbe. Durch Kombination, sowie Aktivität und Passivität (On-Off-Zellen) der einzelnen Rezeptoren können sehr viele unterschiedliche Farbtöne vergleichbar der Additiven Farbmischung wahrgenommen werde.
Aus 5 Farbtönen kannst du alle anderen Farbtöne mischen.
Die Primärfarben sind Cyan, Mangenta und Gelb. Diese Grundfarben können nicht aus anderen Farben gemischt werden, aber mit ihnen kann der Maler theoretisch alle Farbtöne mischen. In der Praxis sind die unbunten Farben Weiß und Schwarz hierfür unverzichtbar.
Leuchtende Farben erhält man durch die Kombination von je maximal zwei der Primärfarben. Die dritte Primärfarbe bewirkt durch ihren Anteil eine Reduzierung der Farbsättigung. Möchte man bunt malen, sollte man also immer nur zwei Primärfarben miteinander mischen und auch nicht drei Primärfarben lasierend übereinader legen.
Möchte man realistische Farbtöne erzeugen, sollte man gezielt die jeweils dritte Primärfarbe (Komplementärfarbe zu der Mischung der beiden anderen) zum Brechen der Farbe (Minderung der Farbsättigung) verwenden.
Wichtig ist für die Umsetzung dieser Farblehre auch der genaue Farbton. Rot ist nicht gleich Mangenta. Besitzt der rote Farbton zuviel Gelbanteil (etwa Kadmium Rot Hell) kann man als Maler keine violetten Töne mischen. Die Farbe Weiß ist in der Praxis beim Mischen von großer Bedeutung. Meist wird sie in den Farbtheorien nicht sonderlich berücksichtigt, da Weiß als Untergrundton (wie in der Aquarellmalerei) vorrausgesetzt wird.
Mehr zu Farbsystemen (CYMK, RGB, HSV, Itten, Goethe etc.), -kontraste und Links, >>> Farblehre, die Angleichung der Farbtheorie an die menschliche Wahrnehmung
Im umgagssprachlichen werden als Farben auch als Malfarben bezeichnet. Ihre korrekte Bezeichnung ist Malstoffe. Zu den Malstoffen gehören sowohl die die flüssigen als auch die pastenartigen Malfarben. Malfarben bestehen aus Farbpigment und Bindemittel.
Qualität der Malfarben zeichnet sich durch Lichtechtheit und Farbbrillianz der verwendeten Farpigmente aus. Gute Malfarben besitzen keine Füllstoffe sondern nur Farbpigmente und Bindemittel. Kurz eingestellte Farben mit einer festen Konsistenz gelten als besonders gut.
Farbtechniken, die verschiedenen Malfarben und ihre -techniken >>>
Farbbezeichnungen für die verschiedenen Farbtöne gibt es sehr viele und ständig kommen durch neue Farbbezeichnungen hinzu.
Die Farbnamen wurden lange Zeit durch die Verwendung der Farbpigmente geprägt. Seit dem die meisten Malfarben aus künstlich hergestellten Farbpiment bestehen, verlieren die alten Bezeichnungen an Bedeutung. Wichtiger als der konkrete und korrekte Farbname sind für die Beurteilung des Farbtons die Anteile der Grundfarben: Gelb, Mangenta, Cyan, Weiß und Schwarz. Wenn man die verschiedenen Anteile kennt, kann man den Farbton mischen, brechen oder abwandeln. Die Farben kann man rein subjektiv (meist etwas ungenau) oder mithilfe moderner Farbmessung (Farbmetrik) etwa bei einer Bildbearbeitungssoftware beurteilen.
Bei dem Pigmentehersteller Kremer gibt es eine schöne Übersicht über Naturtöne und ähnliche Farbpigmente >>>.
Der Farbkreis ist ein Modell zur Verdeutlichung der Farblehre. Er zeigt die Beziehung zwischen Primär- Primärfarben, Sekundärfarben, Komplementärfarben, Sättigung etc. In der Geschichte der Farbe wurde Kreise, Räder, Spiralen, Dreiecke, Diagramme, Würfel und andere Ordnungssysteme veröffentlicht. Siehe Farblehre.
Farbkarte: Die Anordnung von Farbtonfeldern werden als Farbkarten bezeichnet. Sie dienen dazu das Mischen der Farbtöne zuerleichtern. Farbkarten werden im Malerhandwerk, der Fotografie und der Filmentwicklung verwendet, um Farbentöne so genau wie möglich wiederzugeben.
Acrylmalerei: Farbtöne mit Hilfe einer Farbkarte mischen >>>.
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Malkurs Inhaltsverzeichnis
5. Kapitel Bildgestaltung
1. Kapitel Anleitung Malen
2. Kapitel Malen lernen
3. Kapitel Maltechniken
4. Kapitel Malzubehör